Rusiti:”Es war mein sportlich bestes Halbjahr!”

Im Blickpunkt: Hofkirchens Nr. 7 – Nderim “Diego” Rusiti

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Mit nur 794 Einsatzminuten für Peuerbach in der Saison 2006/07 war der 21-jährige Mittelfeldspieler im Sommer kurz davor seine Fußballschuhe an den Nagel zu hängen. Hofkirchens Trainer Peter Nobis erkannte das Talent des Technikers und überredete ihn ins junge Team der Fledermäuse zu wechseln. In der schwarz-gelben Dress blühte Rusiti so richtig auf, übernahm von Beginn weg Verantwortung, machte alle 14 Ligaspiele von der ersten bis zur letzten Minute und erzielte dabei 6 Treffer für das Team.

Im Interview mit der “fledermausarena” spricht der Dauerbrenner im Hofkirchner Mittelfeld Klartext über seine sportliche Entwicklung, die Mannschaft, das Training und die Zukunftsperspektiven.

Der Wechsel nach Hofkirchen hat dir offensichtlich gut getan. War es sportlich dein bestes halbes Jahr deiner Karriere?
Also in meiner Kampfmannschaftszeit war es sicher sportlich mein bestes Halbjahr, ich spüre richtig, dass ich alle 14 Spiele durchgespielt hab. Mir macht das Training Spaß, was früher nicht immer so der Fall war. Das Training unseres Coachs ist abwechslungsreich, man merkt dass was dahinter steckt und dass er sich was denkt dabei. Da macht dann das Spielen noch mehr Spaß und die Leistung passt automatisch. Ich kann behaupten, dass ich eine sehr gute Entwicklung in diesem Halbjahr durchgemacht habe.

Du bist in der Mannschaft und dem gesamten Umfeld einschließlich der Zuschauer sehr beliebt. War es schwer sich im Team der Fledermäuse zu integrieren?
Wenn man noch keinen kennt, fällt es am Anfang immer ein bisschen schwer. Aber die Mannschaft nahm mich mit offenen Armen auf, ich wurde von Anfang an voll integriert und akzeptiert. Das liegt sicher auch daran, dass wir eine so junge Mannschaft haben und sich jeder einzelne gut miteinander versteht und gut miteinander auskommt.

Der Trainer spricht offen über seine große Wertschätzung dir gegenüber. Wie wichtig ist für einen jungen Spieler das Vertrauen des Trainers?
Für mich ist das Vertrauen des Trainers eines der wichtigsten Dinge. Man weiß einfach, dass der Trainer voll hinter einem steht, auch wenn man mal nicht so gut spielt. Mann spürt keinen Druck und kann so seine Leistung bringen. Es ist ein gutes Gefühl. Wenn man mal nicht so gut spielt wird man aufgebaut und das motiviert einen dann noch mehr.

In Peuerbach hast du meist im Sturm gespielt, im Hofkirchen bist du ins Zentrum gerückt. Ist das mit ein Grund warum du dich am Spielfeld im Moment so wohl fühlst?
Das ist ein großer Grund. Ich habe mich schon immer im Mittelfeld wohler gefühlt, habe auch in meiner Jugendzeit immer im Mittelfeld gespielt. Ich brauche einfach mehr Platz und meine Freiheiten. Ich kann viel mehr mit dem Ball machen wenn ich das Spiel vor mir habe und nicht mit dem Rücken zum Tor stehe. Außerdem bin ich nicht der Spieler, der immer den Torabschluss sucht, bin eher dafür den letzten tödlichen Pass zu spielen.

Der Trainer verlangt viel taktische Disziplin. Ist es für einen Individualisten wie dich schwierig sich in erster Linie in den Dienst der Mannschaft zu stellen?
Es fällt mir nicht so schwer, da man in der Position als offensiver Mittelfeldspieler trotzdem viele Freiheiten hat und man öfters auch was probieren kann. Ansonsten ist es kein Problem, da die Stimmung in der Mannschaft super ist und jeder einzelne alles am Spielfeld gibt. Wenn mal einer nicht so gut spielt, dann laufen die anderen umso mehr. Da macht mir das nichts aus.

Wer war dein unangenehmster Gegenspieler im Herbst und warum?
Das war eindeutig Ehiosu Julius Prince, der Spielertrainer von Kohlgrube. Er ist ein sehr robuster und erfahrener Spieler, arbeitet mit allen Mitteln und hat mir keinen Millimeter Platz gelassen. Doch ich freue mich jetzt schon auf das Schlagerspiel in der ersten Frühjahrsrunde. Er hat jetzt schon meine Kampfansage, wird es nicht leicht mir haben. Ich werde ihn über 90 Minuten zu 100% fordern.

Was ist vom jungen Hofkirchner Team in Zukunft zu erwarten?
Ich erwarte sehr viel von unserer Mannschaft und würde mich auch schon heuer sehr über einen Aufstieg in die 1. Klasse freuen. Es könnte aber noch etwas zu früh sein, da viele Spieler von uns erst die erste Saison in der Kampfmannschaft spielen. Doch in naher Zukunft sehe ich uns als feste Größe in der 1. Klasse und vielleicht auch sogar in der Bezirksliga.

~ von fledermausarena - Januar 21, 2008.

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