Wieder großes Pech für „Fledermäuse“

Ein standesgemäßes Resultat mit 6:0 gab es am Ende auf dem Kunstrasen in Wallern. Fußball mit Herz verliert gegen Kommerz. Obwohl der Meister vor allem in der ersten Halbzeit eine blamable Vorstellung bot und sich gegen ein Hofkirchner Team mit 9 E-24-Spielern in der Anfangsformation keine einzige Torchance bis zum Halbzeitpfiff erspielen konnte.
Schlimm für die jungen Fledermäuse war jedoch nicht die Niederlage, sondern der Umstand, dass man bereits in der 5. Minute mit dem 16-jährigen Andreas König wieder einen Spieler mit einer schweren Verletzung verlor. Der junge Mittelfeldspieler musste nach einer Attacke von Runggaldier ins Krankenhaus gebracht werden wo er voraussichtlich bereits morgen operiert wird. KOPF HOCH ANDI UND ALLES GUTE!!!
Die Voraussetzungen für den Gang nach Wallern konnten im Vorfeld schwieriger nicht sein. Von den 23 in dieser Saison eingesetzten Kaderspielern standen am Vorabend des Spiels gerade noch einmal 10 gesunde Feldspieler zur Verfügung. Der junge Lukas Schlosser meldete sich am Sonntag fit und komplettierte die Anfangsformation, in der außer Torhüter Friedl Groissböck und Kapitän Wolfgang Payrhuber nur mehr E-24-Spieler standen. „Fledermauscoach“ Peter Nobis, der seit seinem Karriereende im Jahr 2004 !!! kein einziges Spiel und Training mehr absolvierte zog in dieser schwierigen Situation noch einmal die Dress über und nahm auf der Ersatzbank Platz.
Nach der grandiosen Meisterehrung die vor 20 bis 30 Wallerner Zusehern über die Bühne ging starteten die „Fledermäuse“ in ihr letztes Auswärtsspiel. Das neuformierte, junge Hofkirchner Team spielte von Beginn weg bissig, extrem diszipliniert und zeigte in den ersten Minuten auch gefällige Kombinationen. Das frühe 1:0 durch Gästestürmer Topf war ein Gastgeschenk nach einem schweren Missverständnis zwischen Torhüter Groissböck und dem jungen Libero Lukas Schlosser. Der negative Höhepunkt ereignete sich bereits nach 5 Minuten, als der jüngste Hofkirchner, Mittelfeldspieler Andreas König, nach einer Attacke in der Luft mit mehrfach gebrochener Nase am Spielfeld liegenblieb. Nicht die einzig unfaire Attacke seitens der Gastgeber.
Bis zur Halbzeit passierte anschließend in der Offensive nicht mehr viel, denn Hofkirchen wollte nicht und Wallern konnte nicht. Hofkirchen überließ den Heimischen freiwillig die Initiative und verteidigte mit enormer Leidenschaft und Laufbereitschaft die eigene Hälfte. Das Ziel die Wallerner Angriffsbemühungen bereits kurz nach der Mittellinie mit 6 Mittelfeldspielern zu unterbinden ging bis zur Halbzeit voll auf. Hofkirchens Verteidigung kam kaum unter Druck und Wallern zu keiner einzigen Torchance.
In der zweiten Halbzeit ließen die Kräfte der jungen Hofkirchner zusehends nach, auch weil David Anzengruber nach einer Attacke aus der ersten Halbzeit kaum noch laufen konnte und die restlichen Mittelfeldspieler diese Lücken ständig schließen mussten. Weiters hatte der eingewechselte Ibrahimi schon 90 Minuten Reservespiel in den Beinen. Die wenigen Chancen die sich die Heimischen nun erspielen konnten, wandelten sie auch in Treffer um. In den letzten 15 Minuten kam’s tatsächlich auch noch zum Comeback von Trainer Peter Nobis, als dieser den angeschlagenen David Anzengruber endgültig vom Feld nehmen musste.
Fazit:
Hofkirchen zieht sich mit ganz großer Moral und Spieldisziplin ordentlich aus der Affäre und erntet trotz der hohen Niederlage viel Respekt von den Rängen. Der ob der schwachen Vorstellung seiner Mannschaft offensichtlich überforderte Wallerner Sportchef Scheiblehner erwies sich zudem noch als sehr schlechter Gastgeber. Die Schuhe von Ex-Trainer Svalina sind ihm wohl ein paar Nummern zu groß.
Stimme zum Spiel (von Trainer Peter Nobis):
Wir wussten schon vor dem Spiel dass wir spielerisch nichts entgegensetzen könnnen. Wir haben uns vorgenommen, uns mit enormer Disziplin und Laufbereitschaft ordentlich aus der Affäre zu ziehen. Das ist der Mannschaft trotz der am Ende hohen Niederlage voll und ganz gelungen. Dass es der Wallerner Sportschef notwendig hatte, eine Hofkirchner „Juniorenmannschaft“ zu beleidigen, spricht für sich.
