Verfolgertrio ohne Makel

Die Union Haag knackte zwar durch Michael Hofmair die 725-Minuten-Torsperre der Hofkirchner Hintermannschaft, konnte jedoch am Ende keine Punkte aus der „Fledermausarena“ entführen. Rusiti sorgte in einem ausgeglichenen Spiel mit einer tollen Einzelaktion für die Entscheidung.

Beim Anstoß durch Matchballsponsor Rainer Wimmer (DANKE!) war die Welt für die beide Kapitäne Wolfgang Payrhuber und Thomas Lindner noch in Ordnung. Den Schlusspfiff erlebten sie jedoch nicht mehr auf dem Feld. Der eine durfte nicht der andere konnte nicht zu Ende spielen.

Überblick:
Im Titelkampf weht nach der 1-3 Niederlage von Gaspoltshofen gegen Taufkirchen wieder ein Hauch von Spannung, da die Torfabrik von Verfolger Grieskirchen auf Hochtouren Zählbares produziert. Der starke VBSC siegte zwar zum fünften Mal in Serie, kommt aber aus genau diesem Grund den Aufstiegsrängen um keinen Zentimeter näher. Geboltskirchen läutete bereits am Freitag mit einem Sieg gegen Gallspach die 19. Runde ein. Ampflwang bestätigte den Aufwärtstrend und siegte trotz Unterzahl in Kematen. Meggenhofen überholte mit einem knappen 1:0 Tabellennachbar Niederthalheim.

Nach Rusitis Genieblitz bleiben die Punkte in Hofkirchen

Die Begegnung der zwei ersatzgeschwächten Teams begann denkbar schlecht für die Gäste aus Haag, die nach nur 7 Minuten in Rückstand gerieten. Sipos wurde mit einer tollen Aktion halbrechts im Strafraum frei gespielt und der Stürmer versenkte das Leder trocken im langen Eck. Gleichzeitig verletzte sich bei dieser Aktion ohne Fremdeinwirkung Haags Abwehrchef Thomas Lindner. Der Haager Kapitän knickte um und musste mit einer Bänderverletzung frühzeitig vom Feld. Neuzugang Robert Hager ersetzte ihn auf der Liberoposition und machte dabei keine schlechte Figur. Wir wünschen dem Thomas alles Gute, dass er bald wieder fit ist.

Nur 6 Minuten später der Ausgleich für Haag aus einer Standardsituation. Ein hoher Ball fällt nach einer halbherzigen Abwehraktion dem völlig freistehenden Michael Hofmair vor die Füße und der bedankt sich über so viel Platz mit dem Ausgleichstreffer. Wer schon eine Spielerbesprechung vom Coach miterlebt hat, kann erahnen dass dieser nach so einem Treffer in seinem Betreuerhäuschen fast explodiert wäre. Nach unglaublichen 725 Minuten stand die Null jetzt nicht mehr.

Die Begegnung präsentierte sich danach in der ersten Halbzeit zerfahren, und war bestenfalls von durchschnittlicher Qualität. Ein echter Spielfluss entwickelte sich kaum, weil beide Teams viele Fehler im Aufbauspiel produzierten und die Partie häufig durch kleinere Fouls unterbrochen war. Der mit einer leichten Zerrung ins Spiel gegangene Wolfgang Schrödl war nicht ganz fit, musste aus diesem Grund sehr tief stehen und Hofkirchen konnte das Spiel von hinten nicht ordentlich eröffnen. Die Haager Bemühungen waren jedoch ebenfalls recht harmlos. Zwar konnte sich der auffällige Benetseder ein ums andere Mal auf der linken Seite durchtanken, aber es kam zu keinem einzigen gefährlichen Abschluss.

Nach dem Seitenwechsel nahm Trainer Peter Nobis einige Umstellungen vor. Er ersetzte gezwungenermaßen den nicht fitten Libero Wolfgang Schrödl durch Wolfgang Eichinger, zog Reinhard König in die Mitte und ersetzte diesen durch Christopher Hörl auf der Außenbahn. Zudem übernahm Martin Domberger die Bewachung von Benetseder. Haags Trainer Bräuer brachte den offensiveren Gruber für Lindlbauer. Das Spiel nahm jetzt etwas an Fahrt auf, wurde spielerisch auch etwas besser und bot den zahlreichen Zusehern bis zum Schlusspfiff zumindest einiges an Spannung.

Fünf hochklassige Chancen boten sich den beiden Teams in Halbzeit zwei, aber nur die Fledermäuse konnte eine davon in Zählbares verwandeln. Zunächst verhinderte Torhüter Friedl Groissböck das 1:2, als Gästestürmer Richard Benetseder alleine auf ihn zulief aber den Ball nicht am Hofkirchner Keeper vorbeibringen konnte. Nach einer Stunde schnappte sich Rusiti den Ball aus halblinker Position, zog in den Strafraum und an der Haager Defensive vorbei und schob den Ball zum 2:1 in die Maschen. Ein Traumtor! Haag gab nicht auf und hatte auch wenig später eine dicke Gelegenheit zum 2:2. Aber nach einer schönen Vorlage im Strafraum traf man aus halbrechter Position das Tor nicht und vergab die große Chance zum Ausgleich. Jetzt war Hofkirchen noch zweimal dran den Sack zuzumachen, aber David Anzengruber wollte offensichtlich die Spannung noch etwas hochhalten. Zuerst eine „Hunderprozentige“ und dann eine „Tausendprozentige“. Na ja, am Ende war es glücklicherweise egal.

Hofkirchen hatte in der Schlussphase das Spiel ganz ordentlich unter Kontrolle und man war drauf und dran den knappen Vorsprung unfallfrei nach Hause zu spielen. Doch Kapitän Wolfgang Payrhuber ließ sich zu einer Tätlichkeit gegen Daniel Millich provozieren und so erhielt das Spiel in der letzten Viertelstunde nochmals eine Wendung. Haag witterte in Überzahl die Chance und kam. Hofkirchens Bank reagierte, Stürmer David Anzengruber musste raus und wurde durch Jussuf Ibraimi ersetzt. Die „Fledermäuse“ rührten nun in Unterzahl Beton an und zogen 20 Meter vor dem Tor einen Abwehrriegel auf. Die Gäste drängten klarerweise auf den Ausgleich, konnten jedoch trotz viel Druck in den Schlussminuten keine Torgelegenheit mehr herausspielen.

Fazit:
Ein ausgeglichenes Spiel, das durch eine Rusiti-Traumaktion zugunsten der Heimischen entschieden wurde.  Erste Halbzeit schwach, zweite Halbzeit besser, dritte Halbzeit ganz stark! :-)

~ von fledermausarena am April 26, 2010.

 
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