Hofkirchen “verkettet” sich!

Keinen Grund zum Grübeln gab es auf der Betreuerbank für Hofkirchens Trainer Peter Nobis. Er sah gegen Zell ein groß aufspielendes Hofkirchner Team.
Eine Woche nach dem „schwarzen Sonntag“ gegen Gaspoltshofen war die Hofkirchner-Elf gegen Zell/Pettenfirst nicht wiederzuerkennen. Von Beginn weg staunten die Zuschauer nicht nur über die Aufstellung sondern auch über die Spielweise der „Fledermäuse“. Es musste ein besonderes Ereignis anstehen, wenn der Trainer exakt 6 Jahre nach seinem Karriereende entschied noch einmal selbst von Beginn weg einzulaufen.
Vor dem Spiel entspannte sich die Personalsituation gegenüber der Vorwoche ein wenig. Reinhard König, Kornel Sipos, Adam Horvath und Wolfgang Payrhuber standen wieder zur Verfügung. Verzichten musste der Trainer auf Wolfgang Schrödl, Nderim Rusiti und Andreas König.
Der Coach zeigte eine Woche nach dem verlorenen Spiel gegen Gaspoltshofen enormen Mut und stellte bereits vor der neuen Saison das Spielsystem komplett um. Das Hofkirchner Team zeigte ein modernes 4-4-2 das man in Hofkirchen noch nicht gesehen hat. Dabei organisierte der Coach in der ersten Halbzeit in der Innenverteidigung die Viererkette in der Abwehr, die durch Martin Domberger, Rainer Schrödl und Reinhard König komplettiert wurde.
Nach zwei, drei Unsicherheiten in der Anfangsphase fing das Werkl an zu laufen, und das Zeller Team hatte dem perfekt organisierten Hofkirchner Spiel nichts entgegenzusetzen. Das was folgte war ein Lehrspiel in Sachen Taktik, und am Ende hätte der Erfolg noch wesentlich deutlicher als 5:0 ausfallen müssen. Man kann angesichts dieser Leistung nur den Hut vor der Mannschaft ziehen. Respekt und Gratulation! Und weitermachen, auch wenn’s demnächst ein paar Rückschläge gehen sollte. Wer dieses Spiel gesehen hat, der will nicht mehr zurückrudern.
Fazit:
Hofkirchen zeigt eine Woche nach dem Debakel gegen den Tabellenführer den modernsten und vielleicht auch besten Fußball, den man in Hofkirchen je gesehen hat. Der Mut des Trainers und das Vertrauen der Mannschaft in seine Spielphilosophie machen etwas möglich, mit dem wahrlich keiner gerechnet hat. Jetzt muss man dem Team das geben was es mit Sicherheit brauchen wird: Zeit und Geduld.
Stimme zum Spiel (von Trainer Peter Nobis):
Ich habe im Training immer wieder ein wenig am 4-4-2 experimentiert und gesehen, dass die Spieler vom System begeistert sind. Wir wollen in Zukunft modernen Fußball spielen, und haben halt gegen Zell die ersten Versuche unternommen das umzusetzen. Wir nützen jetzt bereits die restlichen Meisterschaftsspiele um verschiedenes zu testen. Meinen Spielern möchte ich für das Vertrauen danken und ihnen zu dieser reifen Leistung gratulieren. Das war der schönste Sieg seitdem ich Trainer dieser Mannschaft bin.






